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Was Ihr Webdesigner vor dem Start von Ihnen braucht (mit Briefing-Vorlage)

6 Min. Lesezeit
ProfessionalLogo Team

Viele Website-Projekte verlieren ihre ersten zwei Wochen an E-Mails. Der Designer fragt, was das Unternehmen macht. Dann, für wen. Dann, wo die Texte sind und wer den Zugang zur Domain hat, und jede Antwort wirft eine neue Frage auf.

Ein Briefing klärt all das vor dem ersten Gespräch. Es passt auf eine Seite und ist an einem Abend ausgefüllt, und viel Nützlicheres können Sie einem Webdesigner kaum geben. Unten steht, was hineingehört, warum jeder Teil zählt, dazu eine Textfassung zum Kopieren.

Kurz gesagt

  • Ein Designer braucht Fakten, die nur Sie haben: was Sie anbieten, für wen und was ein Besucher auf der Website tun soll.
  • Texte und Fotos verzögern den Start am häufigsten. Schreiben Sie dazu, was es schon gibt und was fehlt.
  • Schicken Sie Ihr Logo als SVG mit den Farbcodes, nicht als Screenshot.
  • Drei Beispiel-Websites mit je einem Grund sagen mehr als zwanzig Links.
  • Bestimmen Sie eine Person, die entscheidet, und klären Sie, wer sich bei der Domain anmelden kann.

Das Briefing, Teil für Teil

1. Was das Unternehmen macht, und für wen

Beginnen Sie mit einem Satz, den ein Fremder versteht, und ergänzen Sie einen über Ihre Kundschaft. „Wir reparieren Fahrräder in der Altstadt, vor allem für Pendler, die das Rad noch am selben Tag brauchen“ sagt einem Designer mehr als ein Absatz über Leidenschaft und Qualität.

Nach diesem Satz richtet sich alles auf der Website, von den Worten auf der Startseite bis zu den Fotos.

2. Was ein Besucher tun soll

Jede Seite fordert zu etwas auf. Anrufen, buchen, kaufen, ein Angebot anfragen, vorbeikommen. Wählen Sie das, was für das Unternehmen am meisten zählt, und schreiben Sie es auf.

Seien Sie dabei streng. Eine Website, die fünf Dinge gleich laut verlangt, bekommt meist keines davon. Diese Wahl kann Ihnen der Designer nicht abnehmen.

3. Seiten, und wer sie schreibt

Listen Sie die Seiten auf, die Sie erwarten, vielleicht mit einer eigenen Seite je Leistung. Notieren Sie neben jeder, ob Text und Fotos schon da sind.

An genau dieser Spalte bleiben Projekte hängen. Das Design ist nach zwei Wochen fertig und wartet dann einen Monat auf Texte. Soll das Team des Designers sie schreiben, sagen Sie es hier, denn das ändert den ganzen Plan.

4. Markendateien

Schicken Sie das Logo als SVG, eine Vektordatei, die in jeder Größe scharf bleibt. Legen Sie eine Fassung für dunkle Hintergründe bei, falls es eine gibt, außerdem die Farbcodes als HEX-Werte und die Namen Ihrer Schriften. Mit einem JPG-Screenshot muss der Designer das Logo nachzeichnen oder die Farben raten. Wenn Sie nicht sicher sind, welche Dateien Sie haben, hilft unser Leitfaden zu Logo-Dateiformaten.

Noch kein Logo oder nur ein Entwurf? Auf unserer Startseite sehen Sie Ihren Firmennamen in mehreren Logo-Stilen und laden SVG und Farbcodes kostenlos herunter. So beginnt der Designer wenigstens mit echten Dateien.

5. Funktionen

Ein Kontaktformular ist schnell eingebaut. Online-Buchung, ein Shop mit Bezahlung oder eine zweite Sprache verändern dagegen Zeit und Werkzeuge, also gehören sie jetzt auf die Liste, auch wenn „vielleicht später“ daneben steht.

Was am Anfang genannt wird, lässt sich einplanen. Taucht eine Funktion erst in der dritten Woche auf, heißt das meist Umbau.

6. Websites, die Ihnen gefallen, und warum

Schicken Sie drei Links und nennen Sie zu jedem einen Grund. „Das Menü bleibt beim Scrollen sichtbar.“ „Große Fotos, kurze Texte.“ „Buchen geht mit zwei Klicks.“

Der Grund ist der nützliche Teil. Zwanzig Links ohne Begründung verraten dem Designer nur, dass Ihnen Websites gefallen.

7. Praktisches

Nennen Sie den Starttermin und wovon er abhängt, etwa eine Eröffnung oder eine Messe. Bestimmen Sie die eine Person, die entscheidet, und schreiben Sie auf, wer sich bei Domain und Hosting anmelden kann.

Dann fehlt noch ein Budgetrahmen. Mit einem Rahmen schlägt der Designer vor, was passt, statt eines Plans, den Sie hinterher zusammenstreichen.

Wer was mitbringt

Manches können nur Sie liefern. Die Fakten über Ihr Unternehmen gehören dazu, Texte und Fotos ebenso, und vor allem die Entscheidungen. Der Designer macht daraus eine funktionierende Website. Das erste Treffen dreht sich meist um die mittlere Spalte: Dort legen Sie gemeinsam fest, welche Seiten es gibt, wozu jede auffordert und wann die Website online geht.

Fehler, die am meisten Zeit kosten

  • „Die Texte schreiben wir später.“ Das Design wartet, oder es wird um Platzhaltertext gebaut und muss angepasst werden, wenn die echten Texte kommen.
  • Mehrere Personen geben getrennt Rückmeldung. Eine Person sammelt die Kommentare und schickt eine Antwort pro Runde.
  • Niemand hat den Domain-Zugang. Er läuft oft noch auf eine ehemalige Mitarbeiterin oder die Agentur, die die Domain vor Jahren registriert hat. Klären Sie das vor Projektbeginn, nicht am Starttag.
  • Handyfotos bei schlechtem Licht. Auf einer kleinen Website kann das gehen, doch wenn die Website verkaufen soll, planen Sie ein paar gute Fotos vom Ort, vom Team und von der Arbeit ein.
  • Ein Logo, das nur als Bild existiert. Fragen Sie den ursprünglichen Gestalter nach den Vektordateien oder lassen Sie es neu zeichnen, bevor die Website darauf aufbaut.

Das Briefing als Text zum Kopieren

WEBSITE-BRIEFING

1. Was wir machen, für wen (je ein Satz):

2. Das Wichtigste, was ein Besucher tun soll:

3. Seiten (markieren: Text fertig / Fotos fertig / fehlt):
   - Startseite
   -
   -

4. Markendateien, die wir schicken können (Logo als SVG, dunkle Fassung, Farbcodes, Schriften, Fotos):

5. Funktionen (Formulare, Buchung, Shop, Sprachen, Sonstiges):

6. Drei Websites, die uns gefallen, mit je einem Grund:
   -
   -
   -

7. Praktisches
   Starttermin, und wovon er abhängt:
   Wer entscheidet:
   Wer sich bei Domain und Hosting anmelden kann:
   Budgetrahmen:

Schicken Sie es vor dem ersten Gespräch. Dann kann es dort um die Website gehen.

Wenn es fertig ist, schicken Sie es uns: Wir gestalten und bauen die Website passend zu Ihrer Marke und antworten auf jedes Briefing mit einem kostenlosen Angebot. Fehlt noch das Logo, zeichnen es unsere Designer zuerst, damit die Website mit fertigen Markendateien beginnt.

Bevor Sie es abschicken

  • Der erste Satz sagt, was Sie machen und für wen
  • Eine Haupthandlung für Besucher ist gewählt
  • Jede Seite hat einen Vermerk: Text und Fotos fertig oder fehlend
  • Das Logo liegt als SVG bei, mit den Farbcodes
  • Drei Beispiel-Websites, jede mit einem Grund
  • Eine Person entscheidet, und jemand kann sich bei der Domain anmelden

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